Juventus hat bei Celta Vigo in der Europa League eine bemerkenswerte Aufholjagd gestartet und mit 2:1 gewonnen. Nick Woltemade sorgte für den Ausgleich, Randal Kolo Muani erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer. Damit bleibt Juventus in der Europa League ungeschlagen.
Die Bianconeri standen vor dem Spiel an der Spitze der Europa-League-Tabelle, nachdem sie NEC mit 5:0 deklassiert hatten. In der Serie A lief es weniger gut, das Team kam beim 1:1 in Cagliari nicht über ein Remis hinaus. Zudem plagte Juventus eine lange Verletztenliste mit Kenan Yildiz, Jeremie Boga, Khephren Thuram, Manuel Locatelli, Jeff Ekhator, Kamil Grabara und Arek Milik. Celta Vigo hatte den Auftakt gegen Omonia Nikosia verloren und musste auf Borja Iglesias, Pablo Duran, Jones El-Abdellaoui, Carl Starfelt und Miguel Roman verzichten.
Celta führt früh, Juventus dreht das Spiel
Die Gastgeber gingen in der 18. Minute in Führung. Willot Swedberg kam per Kopf früh zum Abschluss, Guglielmo Vicario parierte jedoch. Kurz darauf nutzte Celta eine gut herausgespielte Kombination über mehrere Stationen, Swedberg legte quer und Hugo Alvarez vollendete am zweiten Pfosten zum 1:0.
Juventus hatte in der Folge Mühe, zwingend zu werden. Teun Koopmeiners köpfte direkt auf den Torhüter, Pierre Kalulu scheiterte aus rund zehn Metern an der Ballkontrolle, und Woltemade setzte einen Schuss deutlich über das Tor. Nach der Pause verhinderte Radu per Flugparade einen Rückstand, ehe Woltemade eine Ecke schoss und Celta weiter unter Druck geriet.
Der Ausgleich fiel in der 58. Minute. Koopmeiners flankte von links, Marcos Alonso wollte den Ball annehmen, verlängerte ihn aber ungeschickt, sodass Nick Woltemade aus zwölf Metern einschieben konnte. Danach hatte Celta immer wieder Gelegenheiten, Pape Malang Sarr vergab nach einem Fehler von Alonso, und Nico Gonzalez zirkelte den Ball knapp am Tor vorbei.
Kolo Muani mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit
Die Entscheidung fiel spät. In der Nachspielzeit flankte Andrea Cambiaso von links in den Strafraum, wo Randal Kolo Muani aus kurzer Distanz am zweiten Pfosten zum 2:1 einköpfte. Celta brach danach zusammen und kassierte in der letzten Aktion den Gegentreffer.
Nach dem Spiel zeigte sich Woltemade zufrieden: Es sei sein bestes Spiel für Juventus gewesen, er geniesse das Zusammenspiel mit Kolo Muani. Kolo Muani betonte, Juventus sei mit Woltemade auf dem Platz stärker, da er ihm mehr Freiheiten verschaffe. Trainer Luciano Spalletti stellte die Frage, wie die Mannschaft mit Woltemade und Kolo Muani gleichzeitig spielen könne und welche Rolle Kerim Alajbegovic dabei habe.
Historische Duelle
Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams datiert aus dem März 2000 im Achtelfinal des UEFA-Cups. Celta gewann damals das Rückspiel zu Hause mit 4:0 und drehte damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel. Dabei wurden Antonio Conte und Paolo Montero bereits in der ersten Halbzeit des Rückspiels des Feldes verwiesen.