Man City 2:2 Brighton: Geronimo Rulli mit Heldentat, aber Gianluigi Donnarumma muss sich keine Sorgen machen

Geronimo Rulli hat im Elfmeterschiessen erneut den Helden gespielt. Mit seinen Paraden gegen Yasin Ayari und Lewis Dunk verhalf er Manchester City zum Einzug in den Viertelfinal des Ligapokals gegen Brighton. Die Partie hatte nach 90 Minuten 2:2 gestanden.

Die Leistung des Torhüters wirft Fragen zu Gianluigi Donnarumma auf. Trainer Enzo Maresca sieht jedoch keinen Grund, an seiner Nummer eins zu zweifeln. Rulli wird am Samstag wieder auf der Ersatzbank sitzen, wenn City im Premier-League-Spiel erneut auf Brighton trifft.

Ein Ersatzmann mit Erfahrung

Der 34-Jährige kehrte im Sommer für eine bescheidene Ablösesumme von 1,7 Millionen Pfund von Marseille zurück, um als Reservetorhüter hinter dem italienischen Captain zu agieren. Mit seiner Vorstellung im Ligapokal drängte er jedoch auf mehr Einsatzzeit.

Rulli warf sich bei den beiden letzten Elfmetern jeweils weit nach links. Zuvor hatte er in der zweiten Halbzeit mit einer spektakulären Fingerspitzenparation einen Treffer von Georginio Rutter verhindert. Ohne diese Aktion wäre das Spiel nicht im Elfmeterschiessen entschieden worden.

Auch in der Europa League 2021 hat Rulli bereits im Elfmeterschiessen Geschichte geschrieben. Im Final mit Villarreal gegen Manchester United verwandelte er einen Penalty und parierte anschliessend gegen David de Gea, was den Titel entschied. Bei den City-Fans hat er sich damit ein weiteres Denkmal gesetzt.

In der Saison 2016/17 war Rulli schon einmal bei City unter Vertrag, ohne ein Pflichtspiel zu absolvieren. Nun ersetzt er James Trafford, der für 45 Millionen Pfund zu Leeds wechselte. Der Transfer erweist sich bisher als kluger Schachzug.

Donnarumma unter Druck

Vor der Partie erklärte Maresca, Rulli mache seine Sache gut und kenne seine Rolle genau. Diese Aussage bekräftigte er nach dem Spiel. Donnarumma erhielt zusammen mit Erling Haaland, Ruben Dias, Elliot Anderson und Josko Gvardiol drei freie Tage, um «die Energie zurückzugewinnen». Der Italiener war zuletzt beim zweiten Gegentor von Aston Villa beteiligt, und Maresca räumte ein, dass er zuletzt einige Fehler gemacht habe.

«Abgesehen von den Elfmetern war er insgesamt gut, besonders beim Spielaufbau», sagte Maresca über Rulli. «Es war nicht einfach, weil sie eine Mannschaft sind, die Mann gegen Mann deckt und aggressiv spielt.»

Grosse Chance auf den nächsten Titel

Maresca nahm neun Änderungen an seiner Startelf vor, nachdem City am Samstag bei Aston Villa verloren hatte. Das Experiment wäre fast schiefgegangen. City lag zweimal zurück, nach Toren von Malick Yalcouye und Georginio Rutter. Brighton glich durch Mateo Kovavic und Vitor Reis aus, doch die Mannschaft zeigte Kampfgeist und erzwang das Elfmeterschiessen.

Die Bilanz des neuen Trainers kann sich sehen lassen. Unter Maresca verlor City bisher nur gegen Aston Villa und Paris Saint-Germain sowie im Community Shield gegen Arsenal. Im Ligapokal sind sowohl Arsenal als auch Chelsea ausgeschieden. City trifft nun im Viertelfinal auf Bradford und will seinen Titel verteidigen.

Auf die Frage, ob dies eine grosse Chance sei, den Titel erneut zu gewinnen, antwortete Maresca: «Absolut. Es ist ein anderer Wettbewerb, aber der Anspruch muss derselbe sein. Das ist ein neues Projekt, neue Spieler und ein neuer Trainer, der vor drei Monaten begonnen hat. Wir müssen unsere Arbeit erledigen, und das heisst, Spiele zu gewinnen.»

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