Paris-Saint-Germain-Trainer Luis Enrique hofft, dass Manchester City um Sanktionen herumkommt

Paris St-Germain-Trainer Luis Enrique hat sich überrascht gezeigt, als er erfuhr, dass Manchester City gegen die Finanzregeln der Premier League verstossen hat. Er hofft, dass der Club Sanktionen entgehen kann.

City empfängt am Mittwoch (20:00 Uhr Schweizer Zeit) in der Champions League den europäischen Titelverteidiger PSG. Es ist das erste Heimspiel seit dem Schuldspruch in der Mehrheit der 115 Anklagepunkte.

„Um Manchester City gibt es viel Lärm, und um grosse Clubs gibt es oft Lärm“, sagte Enrique an einer Medienkonferenz am Dienstag im Etihad Stadium auf die Frage nach dem Schuldspruch gegen City.

„Wir müssen abwarten, was die endgültige Entscheidung sein wird. Ich hoffe, dass für Manchester City alles gut ausgeht, denn was sie auf dem Platz in den letzten Jahren geleistet haben, ist unglaublich. Sie haben sich all die Trophäen, die sie gewonnen haben, auf dem Platz absolut verdient.

Jetzt müssen wir abwarten, was die Behörden entscheiden oder was der Richter sagen wird.“

Schwere Vorwürfe gegen City

Eine unabhängige Kommission stellte fest, dass City in einem Zeitraum von neun Jahren, zwischen 2009 und 2018, gegen die Regeln verstossen hat. Der Club habe mithilfe von „fingierten“ Verträgen mit kommerziellen Partnern über 830 Millionen Pfund heimlich in den Fussballbetrieb geschleust.

City weist die Vorwürfe zurück, beteuert die eigene Unschuld und hat Berufung eingelegt.

Enrique ergänzte: „Die erste Reaktion ist Überraschung, aber wir müssen den Prozess respektieren und die endgültige Entscheidung abwarten.

Die Behörden sind für diese Entscheidungen verantwortlich. Aber wenn man nur über Fussball spricht: Sie haben diese Trophäen verdient. Ich liebe ihren Fussball. Darüber hinaus müssen wir die Entscheidung abwarten.

Die Trophäen, die man auf dem Platz gewinnt, bleiben auf dem Platz. Sie haben sie verdient, und ich hoffe, dass sie einer Sanktion entgehen können. Aber wir müssen abwarten.“

Verbindungen und Hintergründe

Enrique ist befreundet mit dem früheren City-Trainer Pep Guardiola, der am Mittwoch voraussichtlich erstmals seit seinem Abschied am Ende der vergangenen Saison ins Etihad Stadium zurückkehren wird. Guardiola hatte in zehn Jahren 20 Trophäen gewonnen.

City war 2008 für 200 Millionen Pfund von der Abu Dhabi United Group übernommen worden. Diese gehört Sheikh Mansour bin Zayed Al Nahyan, einem hochrangigen Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi, der derzeit Vizepräsident und stellvertretender Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate ist.

PSG, die zweimal hintereinander die Champions League gewonnen haben, gehören der Qatar Sports Investment. Beide Clubs waren 2014 von der UEFA wegen Verstössen gegen die Finanzregeln gebüsst worden. PSG hatte damals betont, man habe sich stets an die Regeln gehalten.

Auch PSG-Stürmer Ousmane Dembélé wurde gefragt, ob jetzt der richtige Zeitpunkt sei, gegen City zu spielen, angesichts der Schwierigkeiten, mit denen der Club neben dem Platz konfrontiert ist.

„Es ist immer schwierig, egal ob es ein guter oder ein schlechter Moment ist“, sagte der französische Angreifer. „Sie haben eine hochklassige Mannschaft, Weltklassespieler und auch einen Toptrainer. Das spielt eigentlich keine Rolle. Gegen Manchester City zu spielen, ist immer hart.“

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