Granit Xhaka und Breel Embolo dürfen im November wieder für die Schweizer Nationalmannschaft spielen. Das hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) am Dienstag nach einer Untersuchung zu gefälschten Covid-19-Impfzertifikaten bekannt gegeben, die sich die beiden beschafft hatten.
Captain Xhaka, mit 152 Länderspielen Rekordnationalspieler der Schweiz, hatte während der Länderspielpause im Oktober die Nations-League-Partien gegen Schottland, Nordmazedonien und Slowenien verpasst. Zuvor hatte er eingeräumt, ein gefälschtes Zertifikat erworben zu haben, mit dem er 2022 reisen und antreten konnte. Stürmer Embolo, 29, war im September aus demselben Grund aus dem Kader gestrichen worden.
Der SFV bestätigte, dass der 34-jährige Mittelfeldspieler von Sunderland und Embolo für die Partien im November gegen Slowenien und Schottland zur Verfügung stehen. Die Entscheidung liegt nun bei Nationaltrainer Murat Yakin, der sein Aufgebot am 5. November bekannt gibt.
Sportliche und rechtliche Konsequenzen
Nationalteamdirektor Pierluigi Tami erklärte: «Wir haben das aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die konkreten Umstände beider Fälle, das abgeschlossene Gerichtsverfahren und die bereits umgesetzten sportlichen Konsequenzen flossen alle in den Entscheid ein.»
Weiter sagte Tami: «Wir sind überzeugt, dass eine Rückkehr in die Nationalmannschaft im November verantwortungsvoll und das Richtige ist.»
Sowohl Xhaka als auch Embolo wurden zu einer Busse von 150’000 Franken (rund 136’000 Pfund) verurteilt. Zusätzlich wurde die Strafe für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, sofern sie keine weiteren Vergehen begehen.
Xhaka, der die Verantwortung für sein Handeln übernommen hat, wurde die Captain-Binde nicht entzogen. Der SFV betonte jedoch, dass die endgültige Entscheidung über das Kapitänsamt bei Yakin liege.
Ausblick auf die Nations League
Die Schweiz führt die Gruppe E an. Vor den letzten beiden Nations-League-Partien gegen Slowenien am 13. November und Schottland am 16. November ist das Team damit in einer starken Ausgangslage.